ECHO-Netzwerk
Du hast am Arbeitsplatz etwas erlebt, das nicht okay war?
Wegen deiner Mutterschaft, deines Alters, deiner Herkunft, deines Geschlechts, einer Behinderung – oder aus einem Grund, der nichts mit deiner Arbeit zu tun hatte. Du bist hier richtig – auch wenn du dir nicht sicher bist, ob es Diskriminierung war.
Wir sind nicht die Stelle, die deinen Fall übernimmt.
Wir sind die Stelle, die dafür sorgt, dass dein Fall nicht folgenlos bleibt.
ECHO ist das Netzwerk der Menschen, die in der Schweiz Diskriminierung am Arbeitsplatz erlebt haben. Wir hören zu, wir zeigen dir, wo du Unterstützung bekommst, und wir sammeln die Erfahrungen, damit sie etwas bewirken.
Hinweis für deine Sicherheit: Nutze für Kontakt und Recherche am besten private Geräte und Netzwerke, nicht die deines Arbeitgebers.
Einstieg
Was suchst du gerade?
ECHOs
Anonymisierte Erfahrungen aus dem Arbeitsleben.
Ein ECHO ist ein anonymisierter Erfahrungsbericht – von Betroffenen selbst verfasst, so ausführlich, wie sie möchten. Ein Geflüster ist die kurze Variante: ein Moment, eine Szene, ein Satz, der nicht aus dem Kopf geht.
Unsere ersten Beiträge drehen sich um Mutterschaft und Lohn, weil wir dort selbst betroffen waren. Es fehlt fast alles andere: Rassismus, Alter, Behinderung und chronische Krankheit, Religion, sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität. Und es fehlt das Leise – die Erfahrungen, bei denen du dir selbst nicht sicher bist, ob sie zählen. Sie zählen.
Gleiche Funktion – ungleicher Lohn
Kündigung nach Diskriminierungs-/Mobbingmeldung
Kein anonymes Formular – persönlicher Kontakt zuerst. So funktioniert’s →
Warum ECHO
Dieselbe Arbeit, zwei Wirkungen.
SOFORT · FÜR DIE EINZELNE
Betroffene stärken
Bei ECHO findest du Menschen, die verstehen, wovon du sprichst, weil sie es selbst erlebt haben. Du liest, wie es anderen ergangen ist, kannst dein eigenes Erleben einordnen und findest schneller die Unterstützung, die zu dir passt. Welchen Weg du gehst — rechtliche Gegenwehr oder Aussitzen mit erhobenem Haupt —, entscheidest du. Alle Wege sind legitim.
STRUKTURELL · FÜR DAS SYSTEM
Strukturen verändern
Wir sammeln auch die Fälle, die nie vor Gericht landen. So wird sichtbar, wie Diskriminierung am Arbeitsplatz tatsächlich verläuft: welche Muster sich wiederholen, wo Menschen aufgeben und woran es scheitert. Daraus formulieren wir gemeinsam, was sich ändern muss.
Das eine ist nicht die Vorstufe des anderen. Wer seine Erfahrung einbringt, hilft sich und allen anderen gleichzeitig. Es ist dieselbe Tätigkeit.
Werde Teil des ECHO-Netzwerks.
Du musst damit nicht allein bleiben. Je mehr wir sind, desto mehr Gewicht haben unsere Erfahrungen. Dabei sein heisst nicht, etwas leisten zu müssen. Anonym, kostenlos, unverbindlich.
Häufige Fragen
FAQ
ECHO ist im Aufbau. Das Netzwerk aus Betroffenen, Peers und Fachpersonen wächst, das Archiv beginnt gerade. Einen öffentlichen Start planen wir, sobald wir bereit sind – ein Datum nennen wir bewusst noch nicht. Wenn du es mitbekommen möchtest, trag dich unter «Mitmachen» ein; «Erstmal nur dabei sein» genügt dafür.
Schreib uns eine Mail oder nutze das Kontaktformular – gern schon mit deinen Fragen oder worum es geht. Du musst keine Details nennen. Eine Person aus unserem Netzwerk meldet sich bei dir. Wir sprechen zuerst: Kein ECHO entsteht ohne persönlichen Kontakt. Wir sind ein Netzwerk von Menschen, die Ähnliches erlebt haben, und kein Formular, das Geschichten einsammelt. Anonym bleiben kannst du trotzdem.
Nach aussen ja, vollständig: Dein Name und alle identifizierenden Details werden vor einer Veröffentlichung sorgfältig entfernt. Uns gegenüber brauchen wir nur eine E-Mail-Adresse, damit wir dir überhaupt antworten können – ein Pseudonym genügt, und eine Adresse, die nichts über dich verrät, auch. Was du uns erzählst, bleibt bei uns.
Ja, unbedingt. Der Austausch ist das Herz von ECHO. Du kannst dich melden, um zu reden, Fragen zu stellen oder Orientierung zu finden – ganz ohne die Absicht, etwas zu veröffentlichen.
Warte nicht auf uns. Eilt es arbeitsrechtlich, etwa wegen einer Kündigung oder laufender Fristen, wende dich direkt an eine kostenlose Erstberatung – welche Stelle zu dir passt, zeigt dir der Einstieg unter «Hilfe finden». Belastet dich die Situation stark, ist die Dargebotene Hand rund um die Uhr unter der Nummer 143 erreichbar. Wurdest du bedroht, tätlich angegangen oder sexuell belästigt, ist die Opferhilfe unter 142 für dich da, kostenlos und auf Wunsch anonym.
