ECHO-Netzwerk

Du hast am Arbeitsplatz etwas erlebt, das nicht okay war?

Wegen deiner Mutterschaft, deines Alters, deiner Herkunft, deines Geschlechts, einer Behinderung – oder aus einem Grund, der nichts mit deiner Arbeit zu tun hatte. Du bist hier richtig – auch wenn du dir nicht sicher bist, ob es Diskriminierung war.

Wir sind nicht die Stelle, die deinen Fall übernimmt.
Wir sind die Stelle, die dafür sorgt, dass dein Fall nicht folgenlos bleibt.

ECHO ist das Netzwerk der Menschen, die in der Schweiz Diskriminierung am Arbeitsplatz erlebt haben. Wir hören zu, wir zeigen dir, wo du Unterstützung bekommst, und wir sammeln die Erfahrungen, damit sie etwas bewirken.

Hinweis für deine Sicherheit: Nutze für Kontakt und Recherche am besten private Geräte und Netzwerke, nicht die deines Arbeitgebers.

ECHOs

Anonymisierte Erfahrungen aus dem Arbeitsleben.

Ein ECHO ist ein anonymisierter Erfahrungsbericht – von Betroffenen selbst verfasst, so ausführlich, wie sie möchten. Ein Geflüster ist die kurze Variante: ein Moment, eine Szene, ein Satz, der nicht aus dem Kopf geht.

Unsere ersten Beiträge drehen sich um Mutterschaft und Lohn, weil wir dort selbst betroffen waren. Es fehlt fast alles andere: Rassismus, Alter, Behinderung und chronische Krankheit, Religion, sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität. Und es fehlt das Leise – die Erfahrungen, bei denen du dir selbst nicht sicher bist, ob sie zählen. Sie zählen.

ECHO

Kündigung am ersten Tag nach dem Mutterschutz

Am ersten Tag nach Ablauf meines Mutterschutzes erhielt ich die Kündigung. Mein Sohn war 16 Wochen alt. Der Kündigung waren monatelange Diskussionen über mein Arbeitspensum und meine private Betreuungssituation vorausgegangen.

MutterschaftKündigungGleichstellungsgesetzSchlichtungDiskriminierung
ECHO

Gleiche Funktion – ungleicher Lohn

1'000.- weniger Lohn als meine männlichen Arbeitskollegen. Erst als ich die Differenz selbst entdeckte, wurde sie stillschweigend korrigiert – ohne rückwirkenden Ausgleich. Was als Einzelfall begann, entpuppte sich als strukturelles Problem.

LohndiskriminierungGeschlechtLohntransparenzUngleichbehandlungDiskriminierung
ECHO

Kündigung nach Diskriminierungs-/Mobbingmeldung

Ich meldete meinem Arbeitgeber nach der Rückkehr aus dem Mutterschaftsurlaub mehrere Male Mobbing/Diskriminierung aufgrund meiner Mutterrolle. Drei Monate nach der zweiten Beschwerde erhielt ich die Kündigung mit klarem Bezug auf die Diskriminierungsbeschwerde.

MutterschaftMobbingDiskriminierungsmeldungKündigungRachekündigung

Kein anonymes Formular – persönlicher Kontakt zuerst. So funktioniert’s →

Warum ECHO

Dieselbe Arbeit, zwei Wirkungen.

SOFORT · FÜR DIE EINZELNE

Betroffene stärken

Bei ECHO findest du Menschen, die verstehen, wovon du sprichst, weil sie es selbst erlebt haben. Du liest, wie es anderen ergangen ist, kannst dein eigenes Erleben einordnen und findest schneller die Unterstützung, die zu dir passt. Welchen Weg du gehst — rechtliche Gegenwehr oder Aussitzen mit erhobenem Haupt —, entscheidest du. Alle Wege sind legitim.

STRUKTURELL · FÜR DAS SYSTEM

Strukturen verändern

Wir sammeln auch die Fälle, die nie vor Gericht landen. So wird sichtbar, wie Diskriminierung am Arbeitsplatz tatsächlich verläuft: welche Muster sich wiederholen, wo Menschen aufgeben und woran es scheitert. Daraus formulieren wir gemeinsam, was sich ändern muss.

Das eine ist nicht die Vorstufe des anderen. Wer seine Erfahrung einbringt, hilft sich und allen anderen gleichzeitig. Es ist dieselbe Tätigkeit.

Mehr dazu → Über ECHO

Werde Teil des ECHO-Netzwerks.

Du musst damit nicht allein bleiben. Je mehr wir sind, desto mehr Gewicht haben unsere Erfahrungen. Dabei sein heisst nicht, etwas leisten zu müssen. Anonym, kostenlos, unverbindlich.

ECHO ist im Aufbau und wird freiwillig getragen. Wir antworten persönlich. Weil wir das neben Beruf und Leben machen, kann es ein paar Tage dauern. Beitreten und deine Erfahrung einbringen kannst du jederzeit.

Häufige Fragen

FAQ

ECHO ist im Aufbau. Das Netzwerk aus Betroffenen, Peers und Fachpersonen wächst, das Archiv beginnt gerade. Einen öffentlichen Start planen wir, sobald wir bereit sind – ein Datum nennen wir bewusst noch nicht. Wenn du es mitbekommen möchtest, trag dich unter «Mitmachen» ein; «Erstmal nur dabei sein» genügt dafür.

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