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ECHOs

Erfahrungen sichtbar machen. Muster erkennen. Handlungsfähig werden.

Ein ECHO ist ein Erfahrungsbericht – anonymisiert und von Betroffenen selbst geschrieben, so ausführlich, wie sie möchten. Jede Geschichte ist anders. Und doch kennt jede denselben Moment: zu spüren, dass man nicht fair behandelt wurde.

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ECHO

Wollen Sie sich das wirklich antun?

Mein Chef stellte meine Verlässlichkeit als Mutter infrage und kündigte mir am ersten Tag nach Ablauf der Schutzfrist. Monatelang glaubte ich, es sei ein persönlicher Konflikt zwischen ihm und mir.

MutterschaftKündigungDruck zur UnterschriftSelbstzweifelGesundheit/Schlaf
ECHO

Gleiche Funktion – ungleicher Lohn

1'000.- weniger Lohn als meine männlichen Arbeitskollegen. Erst als ich die Differenz selbst entdeckte, wurde sie stillschweigend korrigiert – ohne rückwirkenden Ausgleich. Was als Einzelfall begann, entpuppte sich als strukturelles Problem.

LohndiskriminierungGeschlechtLohntransparenzUngleichbehandlungDiskriminierung
ECHO

Kündigung nach Diskriminierungs-/Mobbingmeldung

Ich meldete meinem Arbeitgeber nach der Rückkehr aus dem Mutterschaftsurlaub mehrere Male Mobbing/Diskriminierung aufgrund meiner Mutterrolle. Drei Monate nach der zweiten Beschwerde erhielt ich die Kündigung mit klarem Bezug auf die Diskriminierungsbeschwerde.

MutterschaftMobbingDiskriminierungsmeldungKündigungRachekündigung
Geflüster

Wenn der Rechtsweg an fehlender Unterstützung scheitert

Ein eindeutiger Diskriminierungsfall, gute rechtliche Chancen – und am Ende doch kein Verfahren. Nicht, weil der Fall schwach war, sondern weil im entscheidenden Moment keine verlässliche juristische Begleitung zu finden war.

DiskriminierungFristenAnwält:innen-SucheSchlichtungsbehördeRechtliche Unterstützung
ECHO

Vielleicht übertreibe ich ja wirklich.

Als ich zufällig erfuhr, dass mein männlicher Kollege – jünger, kürzer dabei, gleichwertige Ausbildung und Arbeit – deutlich mehr verdiente als ich, begann ein Prozess, der mich über Jahre beschäftigte: Schlichtungsverfahren, Klage, Vergleich und öffentliche Berichterstattung.

LohndiskriminierungGeschlechtSchlichtungKlageVergleich

Unsere ersten Beiträge drehen sich um Mutterschaft und Lohn, weil wir dort selbst betroffen waren. Es fehlt fast alles andere: Rassismus, Alter, Behinderung und chronische Krankheit, Religion, sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität. Und es fehlt das Leise – die Erfahrungen, bei denen du dir selbst nicht sicher bist, ob sie zählen. Sie zählen.

ECHO oder Geflüster

Ein ECHO schreibt die betroffene Person selbst – so ausführlich, wie sie möchte. Ein Geflüster schreiben wir: eine Szene, ein Satz, eine Situation, die uns jemand geschildert hat. Manchmal folgt später das ausführliche ECHO.

Beides zählt gleich viel. In beiden Fällen anonymisieren wir gleich sorgfältig, und in beiden Fällen entscheidet die betroffene Person, was erscheint.

Mitmachen

Dein ECHO teilen

Warum teilen? Deine Geschichte hilft anderen Betroffenen, sich wiederzuerkennen und ihr Erleben einzuordnen. Und du musst nichts Grosses erlebt haben: Auch subtile Diskriminierung ist Diskriminierung und gehört zu den Erfahrungsberichten – gerade weil solche Erfahrungen sonst nirgends auftauchen.

Deine Erfahrung macht Diskriminierung verständlicher. Und gebündelt mit anderen ECHOs macht sie sichtbar, was sich immer wiederholt und was sich ändern muss.

So läuft es ab

01

Du meldest dich

Über das Kontaktformular oder per Mail – ein Satz genügt.

02

Wir sprechen miteinander

Eine Person aus dem Netzwerk nimmt Kontakt auf. Ihr sprecht über deinen Fall und findet heraus, welche Punkte für andere besonders wichtig sein könnten. Du erhältst einen Leitfaden, der dir das Schreiben erleichtert. Falls du es wünschst, unterstützen wir dich beim Schreiben.

03

Wir anonymisieren sorgfältig

Zu zweit prüfen wir, dass niemand erkennbar ist. Auch keine Kolleg:innen oder Dritte. Daten, Beträge und Funktionen verändern wir so, dass dein Arbeitgeber den Fall möglichst nicht wiedererkennt.

04

Du entscheidest

Nichts erscheint, bevor du die anonymisierte Fassung gesehen und freigegeben hast. Wir sagen dir offen: Ganz ausschliessen lässt sich ein Wiedererkennen nie. Du kannst deine Freigabe jederzeit zurückziehen oder Änderungen vornehmen.

Bevor du schreibst: Was mit deiner Erfahrung geschieht