Über

Über ECHO

Menschen, die am Arbeitsplatz diskriminiert wurden, haben einander gesucht, einander zugehört und weitergeholfen. Daraus ist ECHO entstanden: ein Ort, an dem Erfahrungen geteilt werden und niemand allein nach Orientierung suchen muss.

Heute ist ECHO ein Erfahrungsarchiv und ein Netzwerk – von Betroffenen, für Betroffene. Informell besteht es seit einigen Jahren, gewachsen aus gegenseitiger Unterstützung.

Warum es ECHO gibt

Vom eigenen Fall zum gemeinsamen Muster.

Wer Diskriminierung erlebt, wird oft isoliert. Viele zweifeln an sich selbst und verstehen nicht, was ihnen geschieht. Genau das haben auch wir erlebt.

Und wir haben erlebt, was sich ändert, sobald man mit anderen spricht und die eigene Geschichte in ihren Geschichten wiedererkennt. Etwas verschiebt sich: Plötzlich stehst du nicht mehr allein gegen alle. Du entdeckst, dass viele dieselben Erfahrungen machen – und dass es viele gibt, die unterstützen, helfen und stärken. Und du begreifst: Die, die diskriminieren, liegen falsch. Nicht du.

Diesen Moment soll ECHO für möglichst viele Menschen möglich machen.

«Wenn aus ‹ich› ein ‹wir› wird, bekommt das Geschehene seinen Namen: Diskriminierung. Und sie ist nicht hinzunehmen – denn alle Menschen sind gleich an Würde und Rechten.»
— Rachel Mende, Mitinitiantin

Wer hinter ECHO steht

Von Betroffenen getragen, von Fachpersonen unterstützt.

Initiantinnen

Rachel Mende

Rachel Mende ist Mitinitiantin des ECHO-Netzwerks. Sie hat selbst Diskriminierung im Zusammenhang mit Mutterschaft und Arbeit erlebt und ihre Erfahrung öffentlich gemacht. Als Organisationsentwicklerin mit Weiterbildungen zu Diversity- und Gleichstellungskompetenz bringt sie zudem Fachwissen ein. Aus dem Austausch mit anderen Betroffenen entstand die Idee, die Erfahrungen vieler zu sammeln und für alle nutzbar zu machen.

Natalie Urwyler

PD Dr. med. Natalie Urwyler ist Anästhesie- und Notfallärztin. Ihre diskriminierende Kündigung nach der Geburt ihres Kindes hat sie gestützt auf das Gleichstellungsgesetz erfolgreich angefochten – mit einem Präzedenzurteil. Sie ist Mitgründerin und Vorstandsmitglied des Vereins strukturelle, der sich für Gleichstellung und transparente Strukturen am Arbeitsplatz einsetzt, und wurde für ihr Engagement mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Prix Courage.

Ein wachsender Kreis von Betroffenen

Hinter ECHO stehen weitere Betroffene, die mitdenken und mitarbeiten – aus nachvollziehbaren Gründen aber nicht namentlich auftreten.

Genau dieser Schutz ist Teil unserer Idee: Niemand muss sich exponieren, um etwas zu bewegen.

Unterstützer:innen & Fachpersonen

Michèle Bigler

Michèle Bigler engagiert sich für Gleichstellung und unterstützt ECHO beim Aufbau: Sie koordiniert die Umsetzung, bringt Struktur in die Arbeit des Netzwerks und wirkt an Website und Beiträgen mit.

Dazu kommen Menschen aus unseren Netzwerken, die Fachwissen, Erfahrung, Kontakte, Reichweite oder Zeit einbringen. Der Kreis wächst im Pilot weiter – vielleicht bald mit dir?

Mitmachen & Unterstützen →

Was ECHO tut – und warum

Zwei Ziele, gleichwertig.

ZIEL 01

Betroffene stärken

Wir fangen auf, orientieren, vernetzen. Wir zeigen dir mögliche Wege und die Erfahrungen, die damit gemacht wurden: von rechtlicher Gegenwehr bis zum Aussitzen mit erhobenem Haupt. Alle Wege sind legitim. Du entscheidest. Und du findest bei uns Menschen, die verstehen, wovon du sprichst, weil sie es selbst erlebt haben.

ZIEL 02

Strukturen verändern

Wir bauen ein einzigartiges Archiv auf: alle Fälle, nicht nur die, die vor Gericht landen. So wird sichtbar, wie oft, wie subtil und wie allgegenwärtig Diskriminierung am Arbeitsplatz wirklich ist. Aus vielen einzelnen Erfahrungen soll echte Veränderung werden: im Dialog mit Gleichstellungsinstitutionen, Unternehmen und Politik, gemeinsam statt gegeneinander. Und je mehr Fachpersonen sich um diese Erfahrungen vernetzen, desto besser wird die Unterstützung für alle Betroffenen.

Pilotphase

Schritt für Schritt im Aufbau.

Schrittweise nehmen wir die aktive Arbeit mit Betroffenen auf.

ECHO wird derzeit freiwillig getragen. Der Aufbau einer verantwortlichen Trägerschaft, zum Beispiel als Verein, ist Teil des Pilotprojekts. Wer uns dabei unterstützen kann, ist herzlich willkommen.

  • 2022

    Informeller Start: Betroffene vernetzen sich, erste gegenseitige Unterstützung.

  • 2026

    Website & Pilotphase: erste ECHOs, Wissenssammlung, Aufbau des Netzwerks.

  • Ab Herbst 2026

    Start der aktiven Begleitung von Betroffenen.

  • Danach

    Vereinsgründung und Ausbau.

So wächst ECHO

Ein Kreislauf, kein Einbahnweg.

  • 01

    Du findest Orientierung.

  • 02

    Du erfährst, dass andere Ähnliches erlebt haben.

  • 03

    Du teilst, wenn du möchtest, deine Erfahrung.

  • 04

    Deine Erfahrung hilft anderen Betroffenen.

  • 05

    Manche werden später selbst zu Unterstützer:innen.

Das macht aus ECHO eine Bewegung statt einer Sammlung.

Unser Rahmen

Was ECHO ist – und was nicht.

ECHO ist keine Rechtsberatung, keine therapeutische Begleitung und keine offizielle Meldestelle.

Wir können Orientierung bieten, Erfahrungen sichtbar machen und – soweit möglich – auf passende Stellen oder Fachpersonen hinweisen. Wir ersetzen keine individuelle Beratung, keine anwaltliche Vertretung und keine professionelle Behandlung.

Medienanfragen

Schreib uns an info@echo-netzwerk.ch mit dem Stichwort «Medien». Wir melden uns zeitnah.

Häufige Fragen beantworten wir im FAQ →