FAQ
Häufige Fragen
Antworten zu Kontakt, Anonymität, ECHOs und Geflüster, Diskriminierungsformen und Archiv.
Schreib uns eine Mail oder nutze das Kontaktformular – gern schon mit deinen Fragen oder worum es geht. Du musst keine Details nennen. Eine Person aus unserem Netzwerk meldet sich bei dir. Wir sprechen zuerst – kein ECHO wird ohne persönlichen Kontakt eingereicht. Das ist uns wichtig: Wir sind ein Peer-to-Peer-Netzwerk, kein anonymes Formular.
Ja, vollständig. Dein Name und alle identifizierenden Details werden vor der Veröffentlichung sorgfältig entfernt. Was du uns im Erstgespräch mitteilst, bleibt bei uns.
Ein ECHO ist ein ausführlicher Erfahrungsbericht, von der betroffenen Person selbst verfasst. Ein Geflüster ist kürzer und entsteht redaktionell – wir halten es gemeinsam mit der betroffenen Person fest, wenn sie ihr ECHO (noch) nicht selbst schreiben kann oder möchte. Beide erscheinen anonymisiert im selben Archiv und sind entsprechend gekennzeichnet.
Nein. ECHO ist kein Rechtsberatungsangebot, keine therapeutische Begleitung und keine offizielle Meldestelle. Wir sind Betroffene und Unterstützende, die Orientierung und Vernetzung anbieten – als Ergänzung zu den Fachstellen, nicht als Ersatz.
Ja, unbedingt. Der Austausch ist das Herz von ECHO. Du kannst dich melden, um zu reden, Fragen zu stellen oder Orientierung zu finden – ganz ohne die Absicht, etwas zu veröffentlichen.
Unsere Antwort kann dauern. Du musst nicht auf unsere Antwort warten. Eilt es arbeitsrechtlich, etwa wegen einer Kündigung oder laufender Fristen: Wende dich direkt an eine kostenlose Erstberatung – welche Stelle zu dir passt, zeigt dir der Einstieg unter «Hilfe finden». Belastet dich die Situation stark, sind die professionellen Beratungsstellen für dich da.
Nichts. ECHO ist ein freiwillig getragenes Netzwerk. Vermitteln wir dich an Fachpersonen, klären diese allfällige Kosten transparent und direkt mit dir; wo es kostenlose Angebote gibt, weisen wir darauf hin.
Deine Nachricht landet in einem geschützten Postfach bei einem Schweizer Anbieter, auf das nur das Kernteam Zugriff hat. Deine Identität geben wir niemals weiter. Veröffentlicht wird nur, was du ausdrücklich freigibst. Details findest du in der Datenschutzerklärung.
Für dich. Du musst nicht sicher sein. Viele Betroffene zweifeln lange an ihrer eigenen Wahrnehmung – das ist eine häufige Folge von Diskriminierungserfahrungen. Wenn sich etwas falsch angefühlt hat, wenn du dich abgewertet, ausgeschlossen oder unter Druck gesetzt gefühlt hast: Das ist Grund genug, dich zu melden. Wir hören zu.
Diskriminierung am Arbeitsplatz heisst: Du wirst schlechter behandelt als andere – nicht wegen deiner Arbeit oder deines Verhaltens, sondern wegen eines persönlichen Merkmals wie Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Alter, Behinderung, Religion oder sexueller Orientierung. Das kann offen passieren oder versteckt, einmalig oder über lange Zeit – und oft wirken mehrere Gründe zusammen. Auch wenn sie sich als Mobbing, sexuelle Belästigung oder Machtmissbrauch zeigt, ist sie hier am Platz. Reines Konfliktverhalten ohne Bezug zu einem dieser Merkmale ist nicht unser Kern – dafür sind allgemeine Stellen besser geeignet: SECO, betriebliche Vertrauens- oder Ombudsstelle, deine Gewerkschaft.
Die anonymisierten ECHOs sind öffentlich einsehbar – sie sind bewusst sichtbar, weil Sichtbarkeit das Ziel ist. Wir bauen damit ein einzigartiges Archiv auf, das zeigt, wie oft und wie subtil Diskriminierung wirklich vorkommt – weit jenseits der Fälle, die vor Gericht landen.
